Alternative zur Dropbox – Private Cloud einrichten. So geht’s

Internet ComputerCloud Computing hat den IT-Markt revolutioniert und ermöglichte vielen Unternehmen die vereinfachte Speicherung großer Datenmengen. Seit jedoch der US-amerikanisch Whistleblower, Edwad J. Snowden, 2013 geheime Unterlagen der USA und Großbritannien, welche die Überwachungs- und Spionagepraktiken beider Länder offenlegte, veröffentlichte, diskutiert die Welt über Datensicherheit. Kurz nach dem Skandal, sank die Zahl der Cloud-User drastisch.

Cloud Computing

Seitdem arbeiteten IT-Fachleute stetig an neuen Verschlüsslungen, um die Cloud-Nutzung sicher(er) zu machen. Doch was ist dieses Cloud Computing überhaupt? In einer Cloud können Privatpersonen oder Unternehmen (vertrauliche) Daten in einem entfernten Rechenzentrum speichern. Die Daten können dann über ein Netzwerk, z.B. das Internet oder ein firmeninternes Intranet, von dem entfernten System abgerufen werden. Die Speicherung oder das Abrufen verschiedener Daten in einer Cloud über verschiedene Rechner ermöglicht Mitarbeitern in einem Unternehmen den Austausch sensibler Daten, über eine sichere Plattform.

Bis dato lohnte sich die Cloud-Nutzung für Privatpersonen nur sehr begrenzt. Denn welcher Ottonormalverbraucher weiß schon wie man seinen Server oder seine Festplatte ins Internet bekommt. Ohne das richtige Know-how oder IT-Profi an der Seite konnte man diese Lösung bisher vergessen. Viele User griffen da lieber weiter auf System, wie z.B. Dropbox, zurück. Einfach anmelden, einloggen, Daten in Ordner hochladen, diese Ordner gegebenenfalls anderen Nutzer freigeben und das gemeinsame Arbeiten ist um ein Vielfaches erleichtert. Doch Dropbox ist nicht der einzige Anbieter, der seinen Kunden einfaches Daten-Sharing ermöglicht. Mittlerweile gibt es zahlreiche Cloud-Anbieter auf dem Markt, die durch neue verschlüsselten Algorithmen mit Datensicherung werben.

Neue Cloud-Lösungen

Western Digital hatte nun eine zündende Idee. Warum eigentlich die eigenen Daten immer an unbekannten Orten, in unbekannten Clouds speichern? Wenn man seine eigene Cloud doch auch nach Hause holen kann. Das Angebot ist so simpel wie clever: Man spart sich die monatlichen Gebühren und investiert einmalig ein die eigene Cloud. Dann kann man nach Lust und Laune und gutem Gewissen alle Daten sicher in der eigenen Cloud speichern und dank der App auch jederzeit darauf zugreifen. Die Home Cloud von Western Digital kostet mit einem Speicher von 4TB knapp 200 Euro plus App, bietet alle Vorteile der Dropbox und ist dabei wesentlich sicherer. Zudem muss man keinen MIT-Abschluss haben, um die eigene Cloud zu installieren. Andere Anbieter wie QNAP oder NETGEAR bieten ähnliche Systeme an. Ein Vergleich der verschiedenen NAS lohnt sich.

Das Cloud-Prinzip ist aus unserer heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Auch wenn viele traditionelle Unternehmen immer noch an veralteten Sicherungs- und Speicherverfahren hängen, führt uns die Zukunft eindeutig in eine Richtung. Richtung Wolken. Im Grunde hat der Siegeszug der Clouds schon vor Jahren begonnen, denn die Intranets der Unternehmen, waren nichts anderes als frühe Cloud-Lösungen. Die Vorteile bei Kosten, Flexibilität und Geschwindigkeit werden langfristig auch die letzten Kritiker überzeugen. Die Datensicherung wird auch in den nächsten Jahren noch ein heiß diskutiertes Thema bleiben, da die Technologie in Sachen Verschlüsslung sicherlich noch in den Kinderschuhe steckt und es viel Potential nach oben gibt. Generell sollten Unternehmen ihren Mitarbeiten für Datensicherheit sensibilisieren. Denn ob vertrauliche Unterlagen aus einer Cloud gehackt oder über eine unverschlüsselte Email einfach verschickt werden, macht am Ende auch keinen Unterschied mehr. Vertraulich sind die Daten dann so oder so nicht mehr.